Ein Pflegeset, das 99 Euro kostet. Punkt.

Reiniger, Serum und Tagescreme kosten einzeln 143 Euro. Als Set 99. Diese Zahl passt auf ein Werbebanner, in einen Newsletter-Betreff und auf ein Schaufenster — „30,8 Prozent Nachlass" passt nirgendwohin. Dafür gibt es die Rabatt-Art Fester Preis.

Das Beispiel

Drei Artikel, eine runde Zahl.

PflegesetVollständiges Bundle, Rabatt-Art „Fester Preis"
BestandteilRolleMengeEinzelpreis
GesichtsreinigerHauptprodukt139,00 €
SerumBestandteil159,00 €
TagescremeBestandteil145,00 €
Summe aller Produkte143,00 €
Rabattzeile, damit 99 herauskommt− 44,00 €
Fester Preis99,00 €

Du trägst im Reiter Rabatt die 99 ein, nicht die 44. Die Rabattzeile errechnet das Plugin daraus — sie steht im Warenkorb und in der Bestellung, damit die Differenz nachvollziehbar bleibt.

Warum diese Art

Was ein fester Preis kann und was ein Prozentsatz besser kann.

Der feste Preis gewinnt

Wenn der Preis die Botschaft ist. „Drei für 99" ist eine Kampagne, ein Prozentsatz ist eine Fußnote.

Wenn du eine Zahl pflegen willst. Ändern sich Einzelpreise, bleibt der Paketpreis stehen — du musst nichts nachrechnen.

Wenn du auf eine Marke zielst. Preispunkte wie 49, 99 oder 199 sind vertraut und wirken für sich.

Der Prozentsatz gewinnt

Bei abwählbaren Paketen. Der Festpreis ignoriert die Auswahl; der Prozentsatz begrenzt sich selbst.

Bei gemischten Steuersätzen. Nur prozentual wird der Nachlass anteilig auf die Steuersätze verteilt.

Bei schwankenden Einkaufspreisen. Ein Prozentsatz wandert mit dem Warenwert, ein Festpreis frisst still die Marge.

Die Falle

Fester Preis plus abwählbar: das geht schief.

Technisch lässt sich beides kombinieren. In der Praxis ist es die einzige Kombination, bei der ein Paket verschwinden kann.

Der Kunde wählt das Serum ab
Reiniger und Tagescreme84,00 €
geforderter Festpreis99,00 €
Restsumme unter dem FestpreisPaket ungültig

Der Festpreis rechnet nicht mit der Auswahl. Bleiben nur noch 84 Euro Warenwert übrig, kann das Paket keine 99 Euro kosten — der Kunde würde für weniger Ware mehr zahlen. Das Plugin erkennt das, erklärt das Paket für ungültig und entfernt es aus dem Warenkorb, mit einer Meldung an den Kunden.

Die Lösung: Feste Preise gehören an vollständige Bundles. Wenn deine Kunden auswählen können sollen, nimm einen prozentualen Rabatt.

Was macht die Rabatt-Art „Fester Preis"?

Sie legt fest, was das Paket kostet, statt einen Nachlass zu berechnen. Du trägst 99 Euro ein, und das Paket kostet 99 Euro — unabhängig davon, was die Bestandteile einzeln kosten. Die Differenz zur Produktsumme wird als Rabattzeile ausgewiesen, damit der Kunde und deine Warenwirtschaft sehen, wie sie zustande kommt.

Wann lohnt sich ein fester Paketpreis?

Immer dann, wenn der Preis selbst die Werbebotschaft ist. „Drei für 99" lässt sich plakatieren, „12,6 Prozent auf ausgewählte Pflege" nicht. Auch dann, wenn die Einzelpreise sich häufig ändern, der Paketpreis aber stehen bleiben soll: Du pflegst eine Zahl statt eines Prozentsatzes, der bei jeder Preisänderung eine andere Summe ergibt.

Was passiert, wenn ich die Einzelpreise später ändere?

Der Paketpreis bleibt, was du eingetragen hast, und die ausgewiesene Ersparnis wächst oder schrumpft entsprechend. Steigen die Einzelpreise, sinkt deine Marge, ohne dass es jemand merkt. Wer mit festen Paketpreisen arbeitet, sollte sie deshalb bei jeder größeren Preisrunde mitprüfen.

Kann ich einen festen Preis mit einem abwählbaren Paket kombinieren?

Technisch ja, sinnvoll selten. Der Festpreis ignoriert die Auswahl des Kunden. Fällt die Summe der verbleibenden Artikel unter den Festpreis, ist das Paket ungültig und wird mit einer Meldung aus dem Warenkorb entfernt. Für feste Preise ist ein vollständiges Bundle die zuverlässige Wahl.

Wie verhält sich der feste Preis bei gemischten Steuersätzen?

Die Rabattposition trägt den Steuersatz des Hauptprodukts, und zwar für den gesamten Betrag. Bei einem Paket aus 7 und 19 Prozent verschiebt das die ausgewiesene Umsatzsteuer gegenüber einer anteiligen Verteilung. Nur der prozentuale Rabatt verteilt anteilig. Wer Lebensmittel mit Non-Food kombiniert, sollte das vorher durchrechnen.

Kann ich den Paketpreis je Kundengruppe unterscheiden?

Ja, über den Shopware Rule Builder. Je Regel hinterlegst du einen eigenen Wert, sodass dasselbe Paket für Endkunden 99 Euro und für Händler 79 Euro kosten kann, ohne dass du es zweimal anlegen musst. Treffen mehrere Regeln gleichzeitig zu, entscheidet die Priorität der Regel in Shopware.

Sieht der Kunde die einzelnen Preise noch?

Ja. Die Bestandteile stehen weiterhin mit ihrem Einzelpreis in der Detailliste, darüber der durchgestrichene Vergleichswert und der Paketpreis. Genau daraus entsteht die Wirkung: 143 Euro Warenwert, 99 Euro Paketpreis.

Alle drei Rabatt-Arten im Demoshop.

Prozentual, absolut und fest, jeweils an einem echten Beispiel.