Wie ein Bundle in deiner Warenwirtschaft ankommt.
Ein Paketpreis ist schnell eingerichtet. Die Frage, die danach kommt, lautet: Was liest die Warenwirtschaft aus der Bestellung? Diese Seite beschreibt genau das, mit den Werten, die ab Werk gelten, und den vier Schaltern, mit denen du sie änderst.
Was in der Bestellung steht, wenn ein Kunde ein Paket kauft.
Ein Beispiel: eine Chino-Hose als Hauptprodukt, dazu Gürtel und Hemd, zehn Prozent auf das Paket. So sieht die Bestellung ab Werk aus.
| Position | Produktnummer | Typ | Menge | Betrag |
|---|---|---|---|---|
| Chino-Hose Slim Fit | HOSE-CHI-32 | Produkt | 1 | 79,90 € |
| Ledergürtel schwarz | GUERT-LED-90 | Produkt | 1 | 44,90 € |
| Business-Hemd weiß | HEMD-BUS-M | Produkt | 1 | 59,90 € |
| Bundle Rabatt | HOSE-CHI-32-bundle-discount | Rabatt | 1 | − 18,47 € |
Kein Sammelposten. Die drei Produkte tragen ihre echten Nummern, werden einzeln abgebucht und lassen sich einzeln retournieren. Die Bundle-Position selbst wurde entfernt, weil sie kein Lagerartikel ist.
Vier Einstellungen entscheiden darüber.
Alle vier stehen in der Plugin-Konfiguration unter Checkout beziehungsweise Bestellung. Die angegebenen Werte gelten ab Werk.
Vater-Kind Beziehung auflösen
Aktiv: Die Bestandteile liegen nebeneinander in der Bestellung. Abgeschaltet: Die Bundle-Position bleibt als Klammer erhalten und die Bestandteile hängen darunter.
Ab Werk: aktiv, also flach.
Vater-Produkt entfernen
Die Bundle-Position ist kein Lagerartikel. Aktiv entfernt sie aus der Bestellung, damit sie nicht als Geisterposition in der Warenwirtschaft landet.
Ab Werk: aktiv, die Position fällt weg.
Rabatt als Gutschein speichern
Abgeschaltet trägt die Rabattzeile einen eigenen Positionstyp des Plugins. Aktiv wird daraus ein Shopware-Standard-Gutschein, also derselbe Typ, den auch eine Aktion erzeugt.
Ab Werk: abgeschaltet, eigener Typ.
Zusatzfelder der Produkte übernehmen
Die Custom Fields der Bestandteile wandern in die jeweilige Bestellposition. Anbindungen, die eigene Kennzeichen am Produkt auswerten, finden sie dadurch auch hier.
Ab Werk: aktiv.
Die Nummern bestimmst du, nicht das Plugin.
Zwei Positionen entstehen erst im Warenkorb und existieren nicht als Produkt in deinem Katalog: die Bundle-Klammer und die Rabattzeile. Beide brauchen eine Nummer, damit die Warenwirtschaft sie verbuchen kann.
- Es sind Twig-Vorlagen, keine festen Zeichenketten. Du kommst an alle Felder des Hauptprodukts heran.
- Auch fest möglich: Trägst du
RABATT-BUNDLEein, heißt jede Rabattposition so, unabhängig vom Produkt. - Aus Zusatzfeldern gebaut, wenn dein Nummernkreis einem eigenen Schema folgt.
{{ product.productNumber }}-bundle{{ product.productNumber }}-bundle-discountAus der Hose HOSE-CHI-32 wird damit HOSE-CHI-32-bundle und HOSE-CHI-32-bundle-discount.
Gemischte Steuersätze im Paket.
Der Punkt, an dem Auswertungen auseinanderlaufen, und der Grund, warum die Rabatt-Art nicht nur eine Frage des Marketings ist.
Prozentualer Rabatt
Jeder Bestandteil gibt denselben Prozentsatz ab. Der Nachlass verteilt sich dadurch anteilig auf die Steuersätze der Bestandteile. Stecken 7 und 19 Prozent im Paket, bleibt das Verhältnis erhalten.
Fester Betrag und fester Paketpreis
Die Rabattposition trägt den Steuersatz des Hauptprodukts, und zwar für den gesamten Betrag. Bei einem Paket aus 7 und 19 Prozent verschiebt das die ausgewiesene Umsatzsteuer.
Wer nur einen Steuersatz im Sortiment hat, kann diesen Abschnitt überspringen. Wer Lebensmittel mit Zubehör oder Bücher mit Non-Book kombiniert, sollte die Rabatt-Art bewusst wählen und eine Testbestellung durch die Warenwirtschaft schicken, bevor das erste Paket live geht.
Wie sieht eine Bundle-Bestellung in der Warenwirtschaft aus?
Ab Werk als flache Liste: Jeder Bestandteil ist eine eigene Bestellposition mit seiner echten Produktnummer, seiner Menge und seinem Steuersatz, dazu eine Position für den Rabatt. Es gibt keine Sammelposition, unter der sich der Inhalt versteckt. Damit liest jede Anbindung die Bestellung so, wie sie jede andere Bestellung auch liest.
Bleibt die Vater-Kind-Beziehung erhalten?
Nur wenn du sie brauchst. Der Schalter „Vater-Kind Beziehung auflösen" steht ab Werk auf aktiv, die Positionen liegen also nebeneinander statt verschachtelt. Wer die Zuordnung im Zielsystem auswerten will, schaltet ihn ab und bekommt die Bundle-Position als Container mit den Bestandteilen darunter.
Was passiert mit dem Container-Produkt in der Bestellung?
Es wird ab Werk entfernt, weil es kein Lagerartikel ist und in der Warenwirtschaft nur als Geisterposition auftauchen würde. Der Schalter „Vater-Produkt entfernen" steht auf aktiv. Brauchst du die Position als Klammer, schaltest du ihn ab; sie trägt dann die Produktnummer aus deiner Vorlage.
Kommt mein System mit der Rabattposition zurecht?
Die Rabattzeile trägt ab Werk einen eigenen Positionstyp des Plugins. Kommt deine Anbindung damit nicht zurecht, schaltest du „Rabatt als Gutschein speichern" ein: Dann liegt der Rabatt als Shopware-Standard-Gutschein in der Bestellung, also als derselbe Positionstyp, den auch eine Aktion oder ein Gutscheincode erzeugt. Diesen Typ kennt jede Anbindung.
Welche Produktnummern tragen Bundle-Position und Rabatt?
Beide entstehen aus einer Twig-Vorlage, die du in der Konfiguration unter „Checkout" änderst. Ab Werk lauten sie {{ product.productNumber }}-bundle und {{ product.productNumber }}-bundle-discount. Du kommst dabei an alle Felder des Hauptprodukts heran, kannst also auch eine feste Nummer setzen oder sie aus einem Zusatzfeld bauen, damit sie zu deinem Nummernkreis passt.
Wie wird der Rabatt bei gemischten Steuersätzen verteilt?
Das hängt an der Rabatt-Art und ist der Punkt, an dem die meisten Auswertungen auseinanderlaufen. Beim prozentualen Rabatt wird der Nachlass anteilig auf die Steuersätze der Bestandteile verteilt, weil jeder Artikel denselben Prozentsatz abgibt. Bei festem Betrag und festem Paketpreis trägt die gesamte Rabattposition den Steuersatz des Hauptprodukts. Stecken in einem Paket 7 und 19 Prozent zusammen, ist das ein Unterschied in der Umsatzsteuer, den du kennen solltest.
Werden Zusatzfelder der Produkte mitgegeben?
Ja, ab Werk. Der Schalter „Zusatzfelder der Produkte übernehmen" ist aktiv, die Custom Fields der Bestandteile landen also in der jeweiligen Bestellposition. Anbindungen, die eigene Kennzeichen am Produkt auswerten, finden sie damit auch in Bundle-Bestellungen.
Wie heißt der Positionstyp der Rabattzeile technisch?
Ohne den Gutschein-Schalter trägt sie den Typ dvsn-bundle-discount, die Bestandteile tragen dvsn-bundle-product und die Klammer dvsn-bundle. Wer eine eigene Anbindung schreibt, filtert daran. Mit eingeschaltetem Gutschein-Schalter wird aus der Rabattzeile stattdessen der Standardtyp promotion, den Shopware auch für Aktionen und Gutscheincodes verwendet.
Andere Wege, ein Paket zu schnüren.
Festes Paket
Alle Bestandteile fest, ein Preisvorteil auf das ganze Set. Der Kunde nimmt es, wie es ist.
Ansehen → Grillsaison-SetAbwählbares Paket
Der Kunde streicht, was er schon hat, und der Preis rechnet sofort mit.
Ansehen → Pflegeset für 99 EuroFester Paketpreis
Das Paket kostet eine runde Summe, unabhängig von der Summe der Einzelpreise.
Ansehen →Alles zum Plugin auf einer Seite.
Rabatt-Arten, Bundle-Arten, Variantenwahl, Einrichtung in drei Schritten und der Vergleich zu Shopware nativ.